23. April 2017

Make Bra DL03

Vor bereits einiger Zeit hatte ich drei BH-Schnitte von Make Bra gekauft. Einen davon genäht, für schrecklich befunden und alles beiseite gelegt. Nachdem Muriel wiederholt sehr angetan ist vom Schnitt DL03, habe ich diesen wieder hervor gekramt. Das schreckliche Teil damals - ein Ulla Bra - war von der Größe durchaus in Ordnung. Die Optik an der Frau hatte nicht gestimmt.

Was ich noch in Erinnerung hatte zu den Make Bra Schnitten und was sich jetzt auch wieder bestätigt hat: Richtig bescheidene Anleitung (bzw. beim Schnitt gar keine, ein paar eigenartige Instruktionen gibt es online). Den Schnitten fehlen wichtige Markierungen. Ich würde heute auch keine Eingrößenschnitte mehr kaufen. Da habe ich allerdings Glück gehabt, ich hatte die richtige Größe erwischt.

Aber genug gemault, die Schnitte sind gekauft und so viel steht fest: Der DL03 kann was.



Den Schnitt habe ich vorbereitet, indem ich Markierungen ergänzt, Nahtzugaben angepasst und das rückwärtige Band verbreitert habe. Die Cups sind mit Laminat unterlegt. Das Band besteht aus einer Lage Powernet und einer Lage Microfaser.

Die Träger können variiert werden.

Der BH kann auch als Neckholder getragen werden. Er sitzt auch gut, wenn die Träger nur ganz wenig unterstützen. Im Genick einen stärkeren Zug vertrage ich gar nicht, das gibt umgehend Nackenschmerzen. Ganz ohne Träger funktioniert er dann aber nicht - ich hab´s probiert.




Mit gekreuzten Trägern geht er auch. Das lässt sich in der Sommerzeit sicher mal sinnvoll verwenden...


Update nach einem Tag Tragetest:

Der DL03 ist für einen Bügel-BH tatsächlich erstaunlich komfortabel. Das Band sitzt super, der BH liegt vorne zwischen den Cups komplett an, auch in Bewegung und beim Strecken verrutscht er nicht. Ich bin sehr angetan. Demnächst werde ich auch noch den DL01 nähen, den Schnitt hatte ich damals auch gekauft.

1. April 2017

Pfauenkleid


Ein lang gehütetes Schätzchen hat mein Stofflager verlassen. Künftig muss er nicht mehr in einer Kiste vor sich hin vegetieren, er darf als Kleid Zoe (Schnitt rosa p.) mit mir die Welt erkunden.


Das Kleid ist in Größe L genäht und passt wunderbar. Laut Angaben beim Schnitt müsste ich XL haben, das ist aber deutlich zu groß. War auch schon beim Schnitt Liva so.


Änderungen gegenüber dem Schnitt bzw. der Anleitung:


Die Abnäher habe ich nicht genäht, sondern in kleine Kellerfalten gelegt. Das mache ich gerne, da es mir Korrekturen, vor allem beim Brustabnäher, erspart. Die Abnäher zeigen bei mir nie zum Brustpunkt, sondern wer weiß wo hin. Und das sieht doof aus. Die Falten sind da freundlicher - und auch schneller zu nähen.


Die Passe ist gedoppelt. Das verhindert Ausleiern nach unten (durch das Gewicht des Rockteils). Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass die Nahtzugaben zwischen den Passenteilen verschwinden können. Nahtzugaben kitzeln mich am Bauch, wenn ich kein Unterkleid trage. Fies.

Der Halsausschnitt ist ein Mittelding zwischen den beiden Varianten des Schnittes und die Ärmellänge hat sich durch die Menge des vorhandenen Stoffes ergeben.

Der Rocksaum ist mit einem Jerseystreifen eingefasst, dadurch bekommt er etwas Stand.


Bild 1 vor dem Einfassen, Bild 2 danach. Schon ein Unterschied, oder?

Mit einem Jerseystreifen einfassen ist mit Abstand meine liebste Versäuberungsmethode, meistens jedoch für den Hausausschnitt. So mache ich das:


Einen 4 cm breiten Jerseystreifen rechts auf rechts mit der Overlock aufnähen.


Den Jerseystreifen um die Overlocknaht herum nach hinten einschlagen und (von vorne) feststecken. Ich habe nur von hinten fotografiert, damit die Overlocknaht zu sehen ist :)


Die Oberlocknaht sorgt dafür, dass die Blende schön gleichmäßig ist und ein bisschen Volumen hat.


Nun das ganze im Nahtschatten festnähen. Ich nehme dafür eine Kettnaht (eine Nadel in der Coverstitch).


Zum Schluss noch wegschneiden, was zuviel ist. Fertig!

Den Schnitt werde ich definitiv noch öfters nähen, das ist bereits Nummer Zwei. Durch die Abnäher (bzw. Kellerfalten in meiner Version) ist genügend Raum vorhanden, ob Platz sein muss. Gleichzeitig sitzt das Kleid figurnah ohne fiese Presswurstoptik. Tragebilder gibt es auch noch irgendwann, hier oder auf Instagram.

11. März 2017

Unterkleid

Zur Zeit dezimiere ich fleißig meine Jerseybestände. Die Restekiste hat schon dicke Backen gemacht und wollte sich kaum mehr ins Regal pressen lassen. In den anderen Jerseykisten haben sich mit der Zeit immer mehr Stücke angesammelt, die für viele Projekte einfach zu klein sind.

Ein flutschiger, dünner und etwas durchsichtigter Jersey hat heute seine Bestimmung gefunden: Als Unterkleid nach dem Schnitt Burda 6964.


Hals- und Armausschnitte sind mit Falzgummi eingefasst. Das war deutlich weniger fummelig zu nähen als befürchtet, so ganz zufrieden bin ich aber nicht.


Wird der Falzgummi in der Runde angenäht, dann gibt es einen doofen Knubbel an der Ansatzstelle, hier am hinteren Ausschnitt.


Beim Annähen als gerades Stück gibt es den Knubbel dann beim Schließen der verbleibenden Naht, hier an der Seitennaht.


Mag ich beides nicht wirklich. Die schmalen und weit außen sitzenden Träger gefallen mir aber. Sie blitzen nicht so schnell unter der Oberbekleidung hervor, rutschen aber auch nicht von der Schulter (das Unterkleid wurde bereits zum Nachmittagskaffee ausgeführt). Das nächste Unterkleid versäubere ich mit einem Jerseystreifen, mal sehen ob das auch genügend Halt bietet.

Unterkleider säume ich meist nicht aufwendig, einmal mit der Overlock rund herum und gut ist. Wenn alles richtig läuft, ist der Saum schließlich nicht zu sehen.


Und nun noch die Rückansicht:


Basisteile nähen ist zwar nicht besonders aufregend, aber praktisch und schafft Platz. Aus den Resten habe ich dann noch vier Paar Socken zugeschnitten. Socken waren die letzte Bastion der Kaufkleidung, aber diese ist inzwischen auch gefallen...

9. März 2017

neuer Blog, neues Glück

Nach einem halben Jahr Blogpause bin ich so weit: Es gibt wieder Dinge, für die Instagram nicht genügend Raum bietet.

Aufgeräumter soll es hier werden, strukturierter. Weniger Posts, dafür mit besseren Bildern.

Der schnelle Blick ins Nähzimmer, das zeigen eines neues Schatzes, dafür ist Instagram weiterhin erste Wahl.

Fertige Stücke oder eine Nähtechnik möchte ich auch ausführlicher zeigen können. Dafür gibt es jetzt wieder einen Blog!